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28. Oktober 2015

Biblische Friedensbilder - nur ein Traum? Vorbereitung auf den Weltgebetstag 2016 beginnt

Vermutlich eines der eindrücklichsten Friedensbilder der Bibel und sicher das anrührendste Bild von Jes 11 ist der sogenannte "Tierfrieden". Frieden zwischen den Tieren, aber auch zwischen Tier und Mensch. In diesem Bild vom vollkommenen Leben im Königtum des Messias spielt das Kind eine hervorgehobene Rolle. Ausgerechnet ein kleines Kind greift arglos nach der gefährlichen Giftschlange und nichts passiert ihm.
Dieses biblische Bild erscheint unrealistisch angesichts der Fotos eines toten kleinen Jungen, der als Flüchtling ertrunken ist und an der türkischen Küste aufgefunden wurde. 
Die Augen (und helfenden Hände) vor der Realität nicht verschließen und dennoch den Traum von der Friedensherrschaft Gottes wachhalten, das wollen die Texte des kommenden Weltgebetstages, dessen Vorbereitung jetzt beginnt.

Im Katholischen Bibelwerk e.V. erscheint jetzt eine Publikation, die sich den biblischen Texten des kommenden Weltgebetstages widmet:
Das "Evangelium der Kinder" (Mk 10,13-16) und das Bild vom Tierfrieden (Jes 11,1-9).

Die Autoren, Prof. Dr. Ulrike Bechmann und Prof. Dr. Joachim Kügler, erläutern:
"Durch das Bild des "Tierfriedens" zeichnet Jes 11 die neue Welt, die der Messias, der neue Hoffnungskönig bringen wird. Jesaja beantwortet die Frage, was denn für ein Reich der Messias bringen wird, mit dem Bild von einem Kind, das ungefährdet lebt und arglos spielen kann. Wie Jesus in Mk 10 so stellt auch Jesaja ein Kind ins Zentrum. Das Kind bekommt die höchste Aufmerksamkeit. Wenn wehrlose Kinder nicht mehr in Gefahr sind, sondern spielend leben können, dann wird die Gottesherrschaft verwirklicht. Das ungefährdete Leben des Kindes, das macht das neue Reich des Messias aus. Wenn kein Kind mehr gefährdet ist, dann ist die Welt wirklich neu. Dann herrschen andere Verhältnisse als jetzt, dann stehen die Gewaltverhältnisse der Gegenwart auf dem Kopf - und mit ihm die ganze bekannte Ordnung."

Mehr Informationen hier

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