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06. Juni 2017

Ausstellung zu Bibeln in der Reformationszeit

1522 übersetzte Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche. Das „Septembertestament“ wurde ein großer Erfolg. Als Reaktion erschienen gleich drei katholische Ausgaben: Das Neue Testament von Hieronymus Emser 1527, die Bibel von Johannes Dietenberger 1534 und von Johann Eck 1537. Der Streit um den rechten Wortlaut der hl. Schrift war entbrannt.
Martin Luther kritisierte 1530 die Ausgabe Emsers auf das Heftigste: Emser habe Luthers Text Wort für Wort übernommen und unter seinem Namen veröffentlicht. Dieser Vorwurf hat bis heute nachgewirkt. Waren die katholischen Bibelübersetzungen der Reformationszeit aber tatsächlich nur ein Plagiat der Lutherübersetzung?
Damit beschäftigt sich eine Ausstellung in Münster vom 6. bis 29. Juni unter dem Titel: Plagiat? Luthers Bibelübersetzung und die katholischen Bibelausgaben der Reformationszeit.

Der Versuch, die Lutherbibel zu korrigieren

Die Ausstellung zeigt, dass die katholischen Bearbeiter keinesfalls den Anspruch erhoben haben, eine neue Übersetzung zu liefern. Sie wollten die Übersetzung Luthers, die auf dem hebräischen und dem griechischen Urtext basierte, nach dem lateinischen „Text der Kirche“ (sog. Vulgata) korrigieren.

Weitere Informationen: Bibelmuseum Münster

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