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28. Februar 2017

Was ist denn fair? Weltgebetstag 2017

"Was ist denn fair?" fragen Frauen aus den Philippinen, die den diesjährigen Weltgebetstag vorbereitet haben. In über 100 Ländern wird am Freitag, 3. März, in ökumenischen Gottesdiensten der Weltgebetstag gefeiert. In diesem Jahr steht der Aufruf, für Gerechtigkeit einzutreten, im Mittelpunkt. Der krassen sozialen Ungerechtigkeit, die (nicht nur) auf den Philippinen herrscht, steht dabei das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg gegenüber.

"Ist das gerecht?"

Das ist manchmal die erste Reaktion auf das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16). Es klingt ungerecht, dass diejenigen, die länger arbeiten, ganau den gleichen Lohn erhalten, wie diejenigen, die erst in der elften Stunde angefangen haben zu arbeiten. Und nach den Gesetzen des Marktes mag es unfair erscheinen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Lohn, nicht die Bedürfnisse. Doch im Weinberg gelten andere Werte.

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg gibt keine direkte Antwort, was Gerechtigkeit ist angesichts von weltweiter sozialer Ungerechtigkeit. Aber es will den Weg zu größerer Gerechtigkeit weisen.

Im Katholischen Bibelwerk ist zu diesem Gleichnis eine Broschüre von Ulrike Bechmann (Universität Graz) und Joachim Kügler (Universität Bamberg) erschienen, die Exegese und bibelpastorale Anregungen verbindet: "Gerechtigkeit mit offenen Augen".

Mehr Informationen zum Weltgebetstag:

Das Bild zum Weltgebetstag zeigt eine junge Frau, die die Augenbinde abnimmt, und damit eine Gerechtigkeit verkörpert, die es wagt, genau hinzusehen und die Lebenswirklichkeit der Menschen wahrzunehmen.

2016_weltgebetstag