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Die Geschichte und Bedeutung der Bibelwoche

Etwa gleichzeitig mit der Entstehung der Katholischen Bibelbewegung (so hieß das "Bibelwerk" ursprünglich), in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts, begannen evangelische Christen mit einer neuen Form der Bibellektüre: An sieben Abenden einer Woche beschäftigten sie sich intensiv mit einem einzigen biblischen Buch. Seit über 50 Jahren beteiligen sich daran auch viele katholische Gemeinden.

Bedeutung für die Kirche in Deutschland

Die Ökumenische Bibelwoche gehört zu den Säulen ökumenischer Arbeit überhaupt. Über der Bibel haben die Christen sich in Europa getrennt - mit der Bibel können sie sich wieder näher kommen. Das ist für ein Land, in dem es ca. 30% konfessionsverbindende Familien gibt, eine gute Chance.
Die Bibelwoche ist für viele Christen die einzige Gelegenheit, die Bibel in größeren Zusammenhängen kennen zu lernen. Denn die Lesungen im Gottesdienst sind oft sehr kurz und müssen zwangsläufig die meisten Texte der Bibel auslassen.
Schließlich gibt die in vielen Gemeinden praktizierte Form der Bibelwoche in Gesprächsform Christen die Möglichkeit, ihre Bibel selbst verstehen zu lernen. Anhand der Hilfen in den Bibelwochenmaterialien erlernen sie Methoden, Texte besser wahrzunehmen und selbst auslegen zu können. Dies ist angesichts der immer weniger werdenden Seelsorger im katholischen Bereich äußerst bedeutsam. Denn wenn man das Zweite Vatikanische Konzil ernst nimmt, das davon spricht, dass die ganze Pastoral biblisch beseelt werden solle, dann geht das heute nicht mehr ohne Gemeindeglieder, die daran mitwirken.
Die Bibelwoche hilft damit der Kirche, ihre biblische Grundlage zu stärken.