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Pflanzen der Bibel

In der Bibel spielen Pflanzen eine bedeutende Rolle. Immer wieder ist von ihnen die Rede: Biblische Gärten, Pflanzen und Bäume werden an exponierter Stelle erwähnt, literarisch am Anfang und Ende der Bibel (Gen 1-3; Offb 22,19) oder örtlich als Anlagen bei Tempeln und Palästen (Ps 92,13f; 104,16; 2 Kön 25,4; Jer 39,4; 52,7). Auch das  Land Israel wird als Garten Gottes beschrieben (Gen 13,10).  Der mythische Paradiesgarten Eden (hebr. „Wonne“) aus Gen 2-3 ist sicher der bekannteste Garten der Bibel.
Das Alltagsleben der Menschen in biblischer Zeit war sehr intensiv mit Pflanzen verbunden, die als Nahrungs- oder Gewürzpflanzen, Genuss- oder Heilmittel dienten. Pflanzen dienten als Baumaterialien, als Rohstoffe zur Kleidungsherstellung, erfüllten im Alltagsleben der Menschen vielfältige Aufgaben. So konnten z.B. die Olive / Olivenöl als Nahrung, zu kultischen Zwecken oder als Energie- und Lichtquelle in Öllampen genutzt werden. Auch in Kunst und Architektur spielen Pflanzenmotive eine große Rolle. Wie in biblischen Texten werden sie oft mit symbolischer Bedeutung verwendet: Bäume symbolisieren Kraft, der Granatapfel Fruchtbarkeit.
 Mandelbaum
Ca. 130 Pflanzenbegriffe (ca. 110 Arten plus Sammelbezeichnungen) werden in der Bibel erwähnt. Einige Pflanzen kommen sehr häufig vor, wie Wein, Weizen, Gerste, Olive – andere werden selten oder nur einmalig genannt. Nicht alle Pflanzen, die im Heiligen Land wachsen, sind dort auch ursprünglich heimisch. Einige stammen aus anderen Ländern und wurden über die Handelswege ins Land gebracht und dann als Kulturpflanzen gezogen. Manche biblisch erwähnten Pflanzen wachsen auch gar nicht in dieser Region. Sie und ihre Produkte wurden schon in biblischer Zeit importiert, wie z.B. die Narde (ein Baldriangewächs) und das kostbare Nardenöl, das aus dem Himalya stammt.
Zahlreiche Botaniker, Sprachwissenschaftler und Bibelwissenschaftler haben sich in ihren Forschungen und Veröffentlichungen um die eindeutige Identifizierung der in der Bibel erwähnten Pflanzen bemüht. In manchen Fällen stößt dieses Vorhaben allerdings an Grenzen, was unterschiedliche Gründe hat:
Viele in der Bibel erwähnten Pflanzennamen stammen aus einem vorbiblischen Sprachschatz und Redewendungen oder sie haben mehrdeutige hebräische oder griechische Pflanzennamen, die nicht einer bestimmten Pflanze zugeordnet werden können (mit etwa 2500 botanisch beschriebenen Pflanzenarten ist die Flora der Levante außerordentlich vielfältig!).  Manche Pflanzen wurden unter Sammelnamen zusammengefasst und sind in der Bibel  nicht so differenziert auseinander gehalten und betrachtet worden wie in der heutigen botanischen Systematik. Zudem machen viele biblische Texte theologische Aussagen in einer bildreichen Symbolsprache – da sich die Natur als Symbol- und Bildgeber immer zuallererst anbot.
Über Pflanzen können viele Menschen einen neuen Zugang zu den biblischen Texten finden. Viele Bibelgärten sind in Deutschland und Europa gegründet worden. Sie bieten die Gelegenheit, einen Teil der biblischen Welt zu erkunden und mit ihr vertraut zu werden.
 Rizinus Poster

 Offener Bereich Hier finden Sie:

Bibelgärten in Deutschland (Bibel heute 2/08)
Bibelgärten in Deutschland Adressen
 
Aus unserer Serie „Pflanzen der Bibel":
Die Blumen des Feldes
Dattelpalme
Feige
Getreide
Granatapfel
Hülsenfrüchte
Johannisbrotbaum
Kräuter und Gewürze
Olive
Papyrus
Senf
Wein/Weinrebe
Weihrauch und Myrrhe
Zeder

 


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