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Das Buch Exodus (2. Mose)

Im Buch Exodus („Auszug“), welches seinen Namen von der griechischen (Septuaginta) und der lateinischen (Vulgata) Bibelübersetzung erhalten hat, beginnt die Geschichte Israels als Volk, wobei zu Beginn (Ex 1,1-6) noch kurz auf die Erzelterngeschichten des Buches Genesis angespielt wird.

Aufbau

Das Buch Exodus ist zweigeteilt: Ex 1-18 behandelt die Herausführung des Volkes Israel aus Ägypten. Sie beginnt mit der Vorgeschichte in Ex 1,1-6,1 (Rettung und Berufung des Mose). In dem sich anschließenden Plagenzyklus (Ex 6,2-11,10) wird die Auseinandersetzung zwischen dem Gott Israels, JHWH, und dem ägyptischen Pharao erzählt. Danach folgen mit Ex 12,1-18,27 die Einsetzung  des Paschafestes (Ex 12), des Festes der ungesäuerten Brote (Ex 13) sowie die  Befreiung Israels aus dem „Sklavenhaus“ Ägyptens und der erste Teil der Wüstenwanderung.
Der zweite Teil Ex 19-40 beginnt mit der Gottesoffenbarung (Theophanie) und dem Bundesschluss in 19,1-24,18. In 25,1-31,17 folgen Anweisungen zum Bau des „Zelts der Begegnung“, die dann in 35,1-40,38 ausgeführt werden. So gehört der Jerusalemer Tempel, dessen Platzhalter das „Zelt der Begegnung“ bildet, schon in die Gründungsgeschichte des Volkes Israel. Dazwischen schiebt sich mit 31,18-34,35 der Abfall von Gott („Goldenes Kalb“ in Ex 32) und die Erneuerung des Bundes. Bis einschließlich Num 10,11 befindet sich Israel am Sinai. Erst mit Num 10,12 folgt der Aufbruch Israels vom Sinai.

Entstehung

siehe unter „Die Tora (der Pentateuch)“/Genesis

Inhalt

Die textliche Ausweitung der Ereignisse rund um den Sinai bis in das Buch Numeri zeigt deutlich wie lebenswichtig dieser Ort für eine Selbstbestimmung Israels im Verhältnis zu den anderen Völkern mit ihren Göttern ist. Der Sinai ist zwar nicht das Ziel des Exodus (vgl. Ex 3,8), aber er ist der Ort, wo JHWH seine Namensoffenbarung aus Ex 3,14 als rettender und befreiender Gott einlöst: „Ich bin JHWH, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, dem Sklavenhaus“ (Ex 20,2).
Das Motiv des Auszugs aus Ägypten wird nicht nur im Alten Testament immer wieder aufgegriffen, sondern es kommt auch im Neuen Testament vor (vgl. Apg 13,17). Wie auch die historische Lage im Einzelnen zu beurteilen ist, so bildet der Exodus nicht nur das grundlegende Ereignis in der Geschichte Israels, sondern macht auch eine grundsätzliche Aussage zu Gott: JHWH ist ein befreiender Gott, der die Menschen aus den unterschiedlichsten Versklavungen befreit. Zu dieser Befreiungstat JHWHs gehört auch seine Freiheitsgabe, die Tora. Die einzelnen Anweisungen der Tora wollen daher keine Last sein, sondern Zeugnis ablegen für den barmherzigen und treuen Gott.

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