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Apostel

Apostel sind zunächst im wörtlichen Sinn „Gesandte“. Im Neuen Testament gibt es verschiedene Vorstellungen, wer Apostel sind. Im weiteren Sinn sind es alle Menschen, die sich von Jesus gesandt wissen, seine Botschaft weiterzutragen in Wort und Tat. In seinem irdischen Leben sendet Jesus immer wieder Nachfolgende dazu aus. In der Nachfolgegemeinschaft nach Ostern sehen sich Missionare, die zu den Menschen in aller Welt die Botschaft tragen als Apostel (Jesu). So auch Paulus, wenn auch manche dies anfechten und nur solche, die mit dem irdischen Jesus gezogen sind, dazu zählen. Paulus beharrt vehement darauf, den Apostelbegriff weit zu fassen. Im Römerbrief erhalten ein Mann und eine Frau – ein Ehepaar – beide diese Bezeichnung (Röm 16,7). Auch Maria von Magdala ist im Sinn des Johannesevangeliums und der Kirchen eine Apostolin. Da Jesus sie als Erstzeugin seiner Auferstehung zu den männlichen Aposteln  sendet, nennt man sie in der Kirche seit den frühen Kirchenvätern auch „Apostolin der Apostel“.

Das lukanische Doppelwerk (Lukasevangelium und Apostelgeschichte) versteht unter Apostel nur die Zwölf, einen festen Kreis um Jesus, der symbolisieren sollte, dass Jesus sich zu ganz Israel gesandt weiß. Dieser Zwölferkreis wurde aber in der frühen Kirche aufgegeben, sobald man die Sendung auch an die Heiden akzeptierte.

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