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Mose

Mose (ägypt. = "[Gott] hat geboren") ist die zentrale Gestalt des Exodus Israels. Er gilt traditionell als Verfasser des Pentateuch (vgl. 2 Chr 34,14). Der Sohn israelitischer Arbeitssklaven wächst als Findelkind am ägyptischen Hof auf (Ex 21). Als er einen Aufseher erschlagen hat, flieht er für einige Zeit nach Midian, wo er Zippora heiratet. Aus dem brennenden Dornbusch beauftragt ihn JHWH, die Israeliten aus Ägypten zu führen  (Ex 3 - 6). Gemeinsam mit seinem Bruder Aaron tritt Mose vor den Pharao. Dieser lässt jedoch die Israeliten erst ziehen, nachdem zehn Plagen Ägypten heimgesucht haben (Ex 7 - 12). Mose führt das Volk durch das
Schilfmeer in die Wüste. Wiederholt kommt es wegen Nahrungsmangel zur Rebellion gegen ihn und gegen Gott (Ex 13 - 17; Num 11 - 20). Am Sinai begegnet Gott erneut Mose und schließt einen Bund mit dem Volk (Ex 19 - 24). Mit der Gottesoffenbarung sind grundlegende Gesetzestexte verbunden (Dekalog; Bundesbuch; Heiligkeitsgesetz). Vom Sinai aus führt Mose das Volk bis an die Grenze des verheißenen Landes (Num 11 ff). Er stirbt, nachdem er von fern das Land sehen darf, am Berg Nebo (Dtn 34).
Das biblische Bild von Mose ist vielschichtig. Mose gilt vor allem als Mittler der Tora JHWHs und als Prophet par excellence. Sein geschichtlicher Ursprung liegt möglicherweise in der Erinnerung an einen Anführer entflohener Arbeitssklaven, der ein Verehrer des Gottes JHWH war.


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