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Granatapfel (Punica granatum)

Granatapfel Botanisch
Der botanische Name Punica erinnert daran, dass dieser farbenprächtige Baum im ehemaligen Punien (heute Tunesien) sehr häufig vorkam. Er ist mit unserem Apfel nicht verwandt. Der Granatapfelstrauch wird ca. 3-5 m hoch, trägt lanzettliche Blätter, korallenrot gefärbte Blüten und schmackhafte Früchte mit zahlreichen Einzelsamen.

                Granatapfel
 In der Bibel
Im Hohelied kommt der Granatapfel besonders häufig vor. Weil er süß schmeckt, wird er als Metapher für  Liebe und Lieblichkeit oft verwendet. Wegen seiner vollendeten Schönheit wird der Granatapfel zum Symbol für die Schönheit der Menschen (z.B. Hld 4,3.13). Die Früchte werden in stilisierter Form  für den Saum der Priestergewänder vorgeschrieben  (Ex 28,33f; 39,24-26).
Wegen seiner vielen Fruchtkerne (Samen) steht der Granatapfel auch für Fruchtbarkeit. In Num 13,23 werden Weintraube, Feige und Granatapfel genannt, um aufzuzeigen, wie reich und fruchtbar das verheißene Land ist.
Granatäpfel werden entweder frisch gegessen oder zu Most verarbeitet und getrunken (Hld 8,2).  Mit der Schale können Stoffe in einen Gelb-Braun-Ton eingefärbt werden. Bei der Paradieserzählung Gen 3 verführt die Schlange dazu, von der Frucht des verbotenen Baumes in der Mitte des Gartens zu essen. (Gen 3,2 ff) Dieser Baum und seine Frucht werden im Bibeltext nicht näher bestimmt. In der christlich-europäischen Vorstellung ist jene verbotene Frucht ein (heimischer) Apfel. In der jüdischen Gedankenwelt wird ein Granatapfel assoziiert.
 Granatapfel Frucht
  

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