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Jacob, Willibald

Die Religion des Kapitalismus

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Produktinformationen

  • ISBN: 978-3-905577-04-4
  • Bestellnummer: 557704
  • Abmessungen: 135x 205x 0 mm
  • Seitenzahl: 207
  • Erschienen: 01.01.1996
  • Lieferung innerhalb von 1-4 Werktagen

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Der Markt ist zu einem großen Zauberwort geworden. Dass dennoch etwas faul sein könnte am siegreichen System der freien oder sogar der Sozialen Marktwirtschaft, will nun wirklich niemand mehr hören – so lautet die veröffentlichte Meinung. Doch die wirtschaftliche und soziale Realität sieht anders aus. Eine Wirtschaftsform gibt sich als alternativlos aus und fordert vom Menschen Kniefälle und Unterwerfung. Wer sich dem Markt gläubig unterwirft und der Tugend der eigenen Bereicherung folgt, der wird vom Markt belohnt. Die notorische Kapitalismuskritik der Kirchen findet angesichts der weltweit sich öffnenden Schere zwischen Arm und Reich einen günstigeren Resonanzboden als zuvor. Wo der Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt unbedingter Vorrang vor sozialen oder ökologischen Rücksichten eingeräumt wird, dort wird auch nach Einschätzung der Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Sozialen Marktwirtschaft die Wirtschaft vergötzt. Der wichtigste Begriff der Kapitalismuskritik bei Marx ist eine theologische Metapher: Götzendienst. Hier decken sich die Begriffe der Kapitalismuskritik von Karl Marx und der Kirchen. In der lateinamerikanischen Befreiungstheologie entstand eine theologische Kapitalismuskritik, die auf diese Terminologie von Marx zurückgreift.