1. Shop
  2. Prekär
Zurück
Biberstein, Schmitt

Prekär

Detailinformationen
31,00 Euro
Jetzt bestellen

Produkt weiter empfehlen

Produktinformationen

  • ISBN: 978-3-905577-75-4
  • Bestellnummer: 557775
  • Einband: Klappenbroschur
  • Abmessungen: 16.0 x 22.5cm
  • Seitenzahl: 296 Seiten
  • Erschienen: 01.01.2008
  • Lieferbar

Detailinformationen

Das Buch ist ein Sammelband, der aus Anlass der Emeritierung des bekannten Bamberger Moraltheologen Volker Eid (Autonome Moral) entstanden ist. Daran beteiligt sind bekannte Theologen wie Klaus Bieberstein, Walter Lesch, Konrad Hilpert, Paul Hoffmann, Dietmar Mieth, Knut Wenzel, Hans G. Ulrich, Ottmar Fuchs, Jürgen Werbick, Edmund Arens, Micha Brumlik usw. Entstanden ist ein Sachbuch, dem es um die Begründung und Rechtfertigung von christlicher Ethik und Moral heute geht.

Prekäre Erfahrungen mit bestimmten Moralformen gehören zum Alltag. Ob es sich dabei um die Konfrontation praktischer Überzeugungen oder um das Problem der prinzipiellen Begründbarkeit des Guten dreht, um autoritäre Muster im sozialen Umgang oder um Menschen entwürdigende Effekte, die durch die Reglements gesellschaftlicher Systeme wie Wirtschaft, Bildung, Arbeit, Konsum, Politik und Verwaltung entstehen – die darin entwickelten bzw. maßgeblichen Moralvorstellungen erscheinen immer auch ambivalent und irritierend, vielleicht sogar verletzend, zumindest aber raumzeitlich bedingt und insofern von nur begrenzter Gültigkeit zu sein.
Die These dieses Buches lautet, dass Religion und Glaube für diese Alltagserfahrung prekärer Moral ein klärendes, gestalterisch befreiendes Angebot machen können. Das muss notwendigerweise zunächst als waghalsig, wenn nicht als bedrohlich empfunden werden, bedenkt man die fundamentalistische Sprengkraft und Gefahr, die – nicht nur aktuell – von religiös geprägten Bekenntnissen und Überzeugungen ausgeht. Aber auch die Verbindung von christlicher Gottesrede und Moralverkündigung, die nicht selten als überformend und wenig aufrichtend erlebt wurde, scheint dieser These auf den ersten Blick zu widersprechen.
Lohnt es sich von dort her gesehen noch, Religionen insgesamt und die jüdisch-christliche Glaubensform im Besonderen für die Bewältigung moralpraktischer Ambivalenzen und die Herstellung einer menschen- und lebensförderlichen Moralkultur in Betracht zu ziehen? Welche konkrete Gestalt hätte der christliche Glaube anzunehmen, um das Prekäre der Moral nicht fatal zu verstärken, sondern um am Sinn aller Moral, an der verantwortlichen Sicherung gelingenden Menschseins, mitarbeiten zu können? Worin besteht das Angebot des Glaubens, worin sein unverzichtbarer positiver Beitrag?
Das vorliegende Buch geht solche Fragen nicht allein theologisch, sondern auch aus soziologischer, politologischer, pädagogischer und philosophischer Perspektiven an.