Sich zu Wort melden – aus der eigenen Erfahrung heraus

© Bild von Martine Auvray auf Pixabay

Der 22. Juli ist der Festtag der Maria von Magdala. Sie ist die Frau, die mit Jesus und seinen Jüngern unterwegs ist, die unter dem Kreuz steht. Sie wird zur ersten Zeugin der Auferstehung – und sie verkündet das unglaubliche Geschehen den Aposteln. Was macht sie so überzeugend?

Ganz offensichtlich spielt Maria von Magdala für die frühen Christen eine wichtige Rolle. Sie erhält den Ehrentitel „Apostolin der Apostel“ und sogar ein apokryphes Evangelium trägt ihren Namen, das Evangelium der Maria.

Ein solch einflussreiches Wirken ist einer Frau damals nicht in die Wiege gelegt. Doch Maria von Magdala spricht aus eigenen, tiefen Erfahrungen heraus: Sie hat erlebt, dass Jesus sie von Dämonen geheilt hat, sie hat sich von seiner Verkündigung so begeistern lassen, dass sie mit ihm in Galiläa unterwegs war, sie hat ausgehalten unter dem Kreuz und sie hat sich mit anderen auf dem Weg zum Grab gemacht – und ist schließlich dem Auferstandenen begegnet.

Maria von Magdalas Worte werden getragen von den Worten Jesu und von ihren persönlichen Erfahrungen in ihrem Leben. Das macht sie überzeugend.

(Nicht nur) in diesem Sinn ist sie Vorbild für heute.

 

Und alle Frauen, deren Begabung es ist, die Schrift mit dem Leben zu verbinden und andere damit zu nähren, sind deshalb auch weiterhin herzlich eingeladen zur Beteiligung an „Frauen verkünden das Wort“.

Schicken Sie ihre Predigt, Auslegung oder Katechese bis 31. Dezember 2020 an info(at)frauenseelsorge.de.