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Biblische Stoßgebete

Bei unserem diesjährigen Betriebsausflug des Bibelwerkteams nach Ludwigsburg haben wir eine überraschende Entdeckung gemacht: ein großes „Hach“ an der Stadtkirche.

Es gehört zu einer Kunstinstallation des Dresdner Künstlers Daniel Rode, die dort im Sommer 2026 zu sehen war. Ausgangspunkt ist der Satz „Halte mich nicht fest“ aus der Begegnung Maria Magdalenas mit dem auferstandenen Jesus (Johannes 20,17). Der Künstler hat die Worte außen und innen an der Kirche angebracht. Außen bleibt davon nur ein „Hach“ – ein kurzes Ausatmen, ein Seufzer, der aus dem Innersten kommt.

Auch die Bibel kennt viele solcher kurzen Gebete. Manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Worte:

HERR, ERBARME DICH! (Markus 10,47)

MEIN GOTT! (Psalm 22,2; Johannes 20,28)

MARANATHA! UNSER HERR, KOMM! (1 Korinther 16,22)

HOSIANNA! HILF DOCH! (Psalm 118,25)

HALLELUJA! LOBET GOTT! (Psalm 146,1)

HINENI! HIER BIN ICH. (Genesis 22,1)

GOTT, DU WEISST ES! (Psalm 40,10; vgl. 38,10)

BLEIBE BEI UNS. (Lukas 24,29)

DU BIST MEIN GOTT! (Psalm 31,15; 63,2)

ICH VERTRAUE AUF DICH. (Psalm 25,2; 56,3)

Unsere aktuelle Ausgabe von Bibel heute zum Thema „Gebet“ lädt dazu ein, die vielen Wege zu entdecken, mit Gott im Gespräch zu sein.

Ein Heft, das man nicht unbedingt von vorne bis hinten durchlesen muss. Man kann es zur Seite legen, wieder hervorholen, bei einem Gedanken verweilen. Oder bei einem kleinen „Hach“ hängen bleiben.

Vielleicht ist auch das schon ein Gebet.