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Beten mit Maria und Hanna

In vielen Kirchen gibt es einen Ort, um im stillen Gebet eine Kerze anzuzünden. Meist brennen schon einige Lichter, wenn man die eigene Kerze dazustellt. Unzählige ausgebrannte Teelichter, Wachsreste und Rußspuren zeugen von einem unablässigen Strom des Gebets.

In katholischen Kirchen ist es meist die Gottesmutter Maria, die über die brennenden Kerzen wacht und der Menschen ihr Herz ausschütten. Marias eigenes Gebet, das Magnifikat (Lk 1,46–55), gehört zu den bekanntesten Texten des Christentums. Zugleich ist es tief verwurzelt in den Gebetstraditionen des Alten bzw. Ersten Testaments, wie z.B. den Psalmen. Ein besonderes Vorbild hat das Magnifikat im Lied der Hanna am Anfang der Samuelbücher (1 Sam 2,1–10). Auch Marias Worte reihen sich also ein in einen langen Gebetsstrom.

Zu diesem „River of Prayer“ (so der Titel des Bildes von Shams Saad) gehört auch der ökumenische Weltgebetstag der Frauen, der 2027 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen die beiden Gebete von Hanna und Maria und laden zum Entdecken weiterer Gebetsworte von biblischen Frauen ein.

Auslegungen und Bibelarbeiten zum Weltgebetstag 2027 finden sich in der Broschüre „… für Gerechtigkeit und Frieden. Hannas Lied (1 Sam 2,1–10) und Marias Magnifikat (Lk 1,46–55) des Katholischen Bibelwerks.