Die Zukunft ist Frieden

Diese Taube streckt ihre Flügelspitzen so weit es geht. Gleich hebt sie ab!

Wirbt sie um eine andere Taube, tanzt um sie herum, hüpft und lockt und präsentiert sich? 

Wird sie gleich auf einen Rivalen oder Eindringling losstürzen? 

Oder wacht sie gerade auf und gleitet gleich friedlich durch die Luft? 

Die Taube hat so viele Facetten. Biblisch ist sie ein Symbol sowohl der heiligen Geistkraft als auch des Friedens. 

 

„Zukunft hat der Mensch des Friedens.“ – mit diesem Vers aus Psalm 37 lockt der Katholikentag nach Erfurt. Oder wie die Bibel in gerechter Sprache übersetzt: „Frieden ist die Zukunft dieser Menschen.“ 

Darum geht es an Pfingsten: Christus begrüßt seinen Jüngerinnen und Jünger mit dem Friedensgruß und haucht sie an. Sein göttlicher Atem geht auf sie über. Diese Szene ist wie eine Wiederholung des Atems, den Gott in die Nase des ersten Menschen im Garten Eden blies. 

Alles darf neu beginnen mit der Geistkraft des Pfingstfestes. 

Der göttliche Atem ist in uns, geht ein und aus und wird uns nicht verlassen. 

Daher treibt die biblische Vision einer gerechten Welt hinaus auf die Straße! 

 

Die göttliche Geistkraft ist über den Wassern des Chaos (Gen 1), ihr Wesen ist Differenzierung und Energie.

Die göttliche Geistkraft bringt Leben in ausgetrocknete und vom Lebensfluss abgeschnittene Knochen, alle Zerschlagenen ordnen sich neu und stehen auf (Ezechiel 37). 

Der Tod hat nicht das letzte Wort und die Opfer werden ihre Geschichten erzählen, damit Schalom werde.