27. März 2026
Fr 16.30 – Sa 14.00 Uhr
Die Geschichten der biblischen Frauen und wie sie erzählt werden
Aachen
Palmsonntagstagung (Dr. Gabriele Theuer).
Biblische Frauengeschichten entstanden im Kontext ihrer Zeit. Sie spiegeln Rollenbilder verschiedener Epochen und unterschiedliche gesellschaftliche Strukturen wider. Über die Jahrhunderte wurden diese Geschichten in Erzählungen und Bildern immer wieder neu erzählt: auf dem Hintergrund aktueller Gesellschaftsverhältnisse, teils auch mit gegensätzlichen Aussagen zur Ursprungserzählung.
Welche Rolle spielen die Erzmütter in den Erzählungen von den Anfängen?
Warum wird aus Maria Magdalena, einer Frau, die Jesus begleitet, finanziell unterstützt und die als erste Zeugin der Auferstehung am Grab ist, in der westlichen Kirche eine meist eher leicht bekleidete, hübsche, reuige Sünderin und in modernen, populäreren Erzählungen sogar die Ehefrau Jesu?
Warum wird aus Batseba, einem Opfer einer Sexualstraftat durch König David, die hübsche Verführerin?
Wieso werden Eva und Maria in der christlichen Tradition als Gegensatzpaar dargestellt und welche anderen Eva-Bilder gibt es z.B. in der jüdischen Tradition?
Welche Rolle spielt weibliche Prophetie und wie wird von Prophetinnen erzählt?
Die Tagung blickt auf biblische Frauengeschichten und wie in späteren Jahrhunderte von ihnen berichtet wird. Sie geht den Fragen nach, welche Frauen- und Männerbilder dabei eine Rolle spielten und wie sich diese Geschichten heute erzählen lassen.
Anmeldung: Akademie des Bistums Aachen, Leonhardstr. 18 – 20, 52064 Aachen, Tel. 0241 47996-25, ichnehmeteil(at)bistum-aachen.de, www.akademie-bistum-aachen.de