Wir trauern um Prof. Stefan Schreiber

Wir trauern um Prof. Dr. Stefan Schreiber. Nach langer und kräftezehrender Krankheit, die er mit seinem so feinsinnigen Humor, mit Geduld und auch mit viel Vertrauen durchlebte, starb Prof. Dr. Stefan Schreiber am 22. Juni 2026. 

„Wir verlieren mit Stefan Schreiber einen inspirierenden und innovativen Kollegen, einen leidenschaftlichen Unterstützer biblischer Bildungsarbeit und einen wunderbaren Menschen. Auch wenn wir so gerne noch so viel von ihm gelesen hätten – seine impulsgebenden Texte werden uns weiterhin begleiten. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit.“ 
(Prof. em. Dr. Sabine Bieberstein, Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats)

Gremienarbeit 
Von 2014 bis 2024 war Prof. Dr. Stefan Schreiber Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Katholischen Bibelwerk e.V. In den Jahren 2017 bis 2020 war er stellvertretender Vorsitzender und von 2020 bis 2024 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats. Als Vorsitzender des Beirats war Prof. Schreiber in diesen Jahren auch Mitglied im Vorstand des Bibelwerks. 

Für seine umsichtige Art zu moderieren, seine Zugewandtheit und all sein Mitgestalten und sein Engagement – auch in durch die Krankheit schwierigen Phasen - sind wir sehr dankbar und bleiben ihm erinnernd und im Gebet tief verbunden.

Autorschaft 
Prof. Dr. Stefan Schreiber hat in Bibel und Kirche und in Welt und Umwelt der Bibel immer wieder als Autor wichtige erhellende und weiterführende Impulse aus der exegetischen Forschung beigetragen. 

Besonders die letzten Texte, die er für uns geschrieben haben, zeigen seine klare Positionierung und auch seine tiefe spirituelle Verwurzelung im Neuen Testament. 

Zur dankbaren Erinnerung beide Texte als pdf zum Download. 

 

Wer entscheidet – Petrusamt oder Gemeinde?
„Die Gemeinde als Ganze erhält die Vollmacht, den Zugang zu Gott zu eröffnen und die Tradition gültig auszulegen.“
Bibel und Kirche 4/2025 (204-211; 207)

Vielfältige Modelle für ein Leben nach dem Tod
„Weil es um Aussagen über die für Menschen unzugängliche „himmlische“ Sphäre geht, treten die Vorstellungen überwiegend in Bildern und metaphorischer Sprache auf. … 
Ein Interesse, die Vielfalt in ein theologisches System zu bringen, lassen die Schriften nicht erkennen." 
Welt und Umwelt der Bibel 4/2020 (28-33)